Gibt es Trost im Leid?

Kennen Sie Hiob, den «leidenden Gerechten», also den Mann, der alles richtig machte und dennoch alles verlor? Hiob ist eine grosse, ja grossartige Figur in der Bibel. Er steht für die existenzielle Frage nach Gott angesichts des Leidens. Heute nennen wir diese Frage die «Theodizee». Und sie beschäftigt Menschen bis heute: Wie kann es sein, dass jemand gut und gerecht ist, Nächstenliebe übt, anderen hilft und Gutes tut, und am Ende doch alles verliert? 

Was Hiob widerfährt, ist brutal. Die Wette Satans mit Gott im Himmel: zynisch. Das Hiob-Buch fordert heraus. Es ist in Versform gegossene existenzialistische Theologie.
Was ich daran grossartig finde: Es gibt sich mit einfachen Antworten nicht zufrieden. Denn dieses Buch nimmt das Leiden ernst und widmet sich achtsam und behutsam dem Schmerz des Menschen. Es sieht und würdigt das Leid und sucht damit einen Umgang.

In einer Predigt-Reihe widmen wir uns diesem schwierigen, tiefen und immer noch aktuellen Buch. Beginn ist kommenden Sonntag, 22. Februar, um 10:15 Uhr im Reformierten Kirchgemeindehaus Münchenstein, Lärchenstr. 3

Vikarin Dorothee Adrian