Predigt – Sonntag, 12. April 2026

Vikarin Dorothee Adrian

 

«Ich würde ja gerne glauben – aber ich kann nicht.»

Diesen Satz höre ich von Freunden und Bekannten.

Demgegenüber steht ein anderer Satz, den ich ebenfalls schon gehört habe:

«Mir wurde der Glaube in die Wiege gelegt. Ich glaube schon immer, und es fällt mir leicht.»

Auf der einen Seite also: glauben wollen, aber nicht können.
Auf der anderen: Glaube als Selbstverständlichkeit, als ein scheinbar natürliches: «Gott war schon immer da in meinem Leben.»

Wie geht es euch, wenn ihr das eine oder das andere hört?
Nehmt ihr die Zweifelnden ernst – und schimpft die Glaubenden naiv?

Oder könnt ihr gar nicht verstehen, wie glauben so schwer sein kann?

Ich habe mich schon dabei ertappt, wie ich mit Unverständnis reagiert habe, als jemand sagte, glauben sei so leicht für ihn.
«Wie schön für dich», dachte ich.
«Aber für mich ist glauben nicht einfach.»

Doch ich will hier nicht vorschnell Partei ergreifen.
Nicht die Zweifelnden loben und die Glaubenden tadeln. Auf keinen Fall.
Denn ich brauche die Glaubenden.
Und ich denke: Die Glaubenden brauchen die Zweifelnden.
Ich möchte euch in meiner Predigt darlegen, warum.

weiter lesen (PDF)