unnen
Mittwoch, 5. August 2026

Liebe Daheimgebliebene

Nach einem gediegenen Morgenessen geht es zum Kloster Ingenbohl auf den sog. „Hügel“ über Brunnen. Wir werden von Schwester Christiane und Rebekka empfangen und hören aus der grossen Geschichte. Am Anfang – im 19. Jahrhundert – standen das Elend der Schwyzer Bevölkerung, umtriebige Frauen und die Frage „was kann ich (nicht: man) tun?“ Daraus entsprangen die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz, die sich in Bildung und Diakonie engagierten. Ihre Bewegung strahlte in die ganze Welt hinaus, gerade sind Schwestern aus Indien im Mutterhaus zu Gast. Heute leben im Ingenbohl-Kloster 200 Schwestern, ihr Durchschnittsalter beträgt 85 Jahre. Es beeindruckt uns, wie sie den Realitäten ins Gesicht schauen und bestimmt und gelassen sagen „Alles geht einmal zu Ende – auch ein Kloster“. Am Nachmittag spazieren wir weiter zur Reformierte Kirche von Brunnen, ebenfalls im 19. Jahrhundert entstanden und ebenso ein eindrücklicher Bau. Barbara und Alexander laden zum Zvieri ein, wir fachsimpeln über unsere Gemeinden. Auch in der Fremde offene Türen und gastfreundliche Menschen finden – das nennt sich Kirche! MP